Peking
Peking

Unsere Chinareise
in 1998

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2. und 3. Etappe: Hangzhou und Soushou

Letzte Etappe: Shanghai

 

Nach monatelangen seelischen und praktischen Vorbereitungen brechen wir wieder einmal mit 
dem Kern'schen Männerchor zu einer Reise auf - diesmal nach China - dem Reich der Mitte.

China ist für unsere Verhältnisse riesig - 9,6 Mio. qkm groß. Die nördlichste Stadt Mohe liegt etwa auf der Höhe von Berlin, Hainan, die tropische Insel im Süden, etwa auf dem Breitengrad
der Südsahara!
Wir bereisen also nur einen kleinen Teil von China und starten nach etwa 9 1/2 Std. Flugzeit in
der Hauptstadt Peking (Beijing).
In der 3000-jährigen wechselvollen Geschichte Pekings haben vor allem die letzten Dynastien 
Yuan, Ming und Qing den größten Anteil am Kulturerbe geleistet.

Eines davon ist der Himmelstempel, den wir uns zu Beginn ansehen. Er ist der Anbetung des 
Himmels, der Erde, des Mondes und der Sonne geweiht und wurde 1406-1420 erbaut.

Die drei Terrassen bedeuten von unten nach oben:

die Erde
die Welt der Sterblichen
Abbild des Himmels

Vom Himmelstempel zurück zum Volk:
Wir fahren weiter zum 'Platz des himmlischen Friedens' - er gilt als einer der größten innerstädtischen Plätze der Welt und wird eingerahmt vom Mao-Mausoleum, der Halle des Volkes und von dem bekannten Tor des Himmlischen Friedens, vor dem die bekannten Militärparaden abgehalten wurden.

Der nächste Tag beginnt wieder mit einem Höhepunkt: wir besichtigen die verbotene Stadt mit dem Kaiserpalast.
Der Palast konnte 1420 nach 17-jähriger Bauzeit bezogen werden und war bis 1911 Sitz der Ming- und Qing-Kaiser. Erst 1924 wurde der letzte Kaiser PuYi aus dem Palast getrieben.
Die gesamte Anlage besteht aus 9999 Räumen - diese Zahl symbolisiert die Ewigkeit-.
Wir finden uns wieder in einer anderen Welt, in der Symbole und Farben im Glauben und Leben eine sehr große Rolle spielten und z. T. noch spielen.  Fanden wir beim Himmelstempel blaue Ziegeln auf Dächern und Mauern (symbolisch für die Farbe des Himmels), so sind sie hier golden, die kaiserliche Farbe.
Die Schildkröte als Symbol für ewiges Leben begegnet uns ebenso häufig wie die Löwen als Repräsentanten der kaiserlichen Macht.

Auch der Lama- und der Konfuziustempel, die wir beide anschließend besichtigen, lassen uns in eine andere Welt eintauchen: die gleichen prunkvollen Bauten und die kunstvoll erstellten Dachziegeln, überall riecht es nach Räucherstäbchen, die von den Gläubigen entzündet werden zu Ehren der Götter.
Hier bekommen wir einen ersten Eindruck asiatischer Gartenbaukunst.
Das 1. Konzert des KMC fand statt im
Beijing-Theater. Einzeln und gemeinsam mit dem Qiugyon-Chor wurden die Liedbeiträge dargeboten und fanden viel Beifall.
Reiseführerin Susanna stellte gekonnt und charmant die Beitrage in chinesischer und deutscher Sprache vor.
Am 3. und letzten Tag in Peking starteten wir zunächst in Richtung Ming-Gräber.
Nach dem Durchschreiten des Dagong Men Tores gelangt man zur Allee der steinernen Statuen (Shixiang Shendao) . Sie symbolisieren die Ehrengarde der Kaiser.
Entsprechend dem Rang des Kaisers spiegelte die Konstruktion des Mausoleums den Aufbau des Kaiserpalasts und musste in jahrzehntelanger Arbeit erstellt werden.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch der chinesischen Mauer, die früher Feinde abwehren sollte. Ursprünglich 10.000 Km lang, wurde sie zerstört und später wieder aufgebaut. Die heutige Mauer ist zwischen dem 14. u. 16. Jh. erbaut worden und führt ca. 6.000 Km quer durch's Land. Nur einzelne Abschnitte sind restauriert und begehbar.

Fotos: Elke Jäger

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Hanghzou-Souzhou