6. Tag unserer Kreuzfahrt:
Istanbul

 

Istanbul, die Stadt, die aufgrund ihrer geographischen Lage im Mittelpunkt der Alten Welt liegt, ist durch ihre historischen Monumente und bezaubernden Naturschönheiten als eine bedeutende Metropole bekannt. Mit einer Einwohnerzahl von ca. 16 Mio. ist Istanbul die größte Stadt der Türkei. Sie ist auch die einzige Stadt der Welt, die sich über zwei Kontinente erstreckt, denn ihr Gebiet wird durch die Meerenge, den Bosporus getrennt. Die Stadt hat eine 2500 jährige, sehr bewegte und bunte Geschichte. Fast 1600 Jahre lang diente Istanbul dem Römischen, Byzantinischen und dem Türkisch-Osamanischen Reich als Hauptstadt. Hier herrschten über 120 Kaiser und Sultane. Auch nachdem Ankara zur Hauptstadt erklärt wurde, verlor Istanbul nichts von seiner Bedeutung. Diese einmalige Stadt konnte bis heute ihr bezauberndes Aussehen bewahren und ihre Lebendigkeit fortführen.
In der geschichtlichen Entwicklung von Istanbul spielte das Goldene Horn eine tragende Rolle, da es ein äußerst sicherer Hafen ist. Auch heute pulsiert das charakteristische Leben in dieser Stadt, Seite an Seite mit den Werken aus der Türkischen, Byzantinischen und Römischen Periode. Die Stadt ist auch das wichtigste Zentrum des Handels, der Industrie und der Universitäten. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Vergnügen und die Einkaufsmöglichkeiten.
Bedingt durch die geographische und topographische Lage der alten Stadt, mit ihren Plätzen, Hauptstraßen und Monumentalbauten, behielten die Siedlungsgebiete auch ihre Standorte trotz vielfacher Wandlungen im Laufe der Geschichte.
Heute erlebt Istanbul eine Ära der fieberhaften architektonischen Entwicklung und der Verschönerungsarbeiten, die an die Tage der alten Hauptstadt erinnert. Die ab den vierziger Jahren vernachlässigte Stadt, das Goldene Horn und der Bosporus werden seit langem wieder in Ordnung gebracht und unter Schutz gestellt, ermöglicht durch die Finanzquellen, die den örtlichen Stadtverwaltungen zugeteilt wurden.

Die Sultan Ahmet Moschee, (blaue Moschee) ist die einzige der Welt, die sechs Minarette hat. Mit ihrem Bau wurde von dem strenggläubigen Sultan Ahmet I., der den Thron schon als vierzehnjähriger bestiegen hatte, Mehmet Aga, als Schüler des großen Sinan, beauftragt. Man nannte ihn auch "Sedefkar", was soviel wie "Perlmuttbearbeiter" bedeutet. Die Arbeiten an dieser Moschee begannen 1609 und wurden erst 1616 abgeschlossen, gerade ein Jahr vor dem Tode des Sultans, der dafür gut 1.181 Goldtaler ausgegeben hatte. Es wird überliefert, dass Ahmet I. am Tage der feierlichen Einweihung zum Zeichen seiner Demut einen Hut in der Form eines Fußes des Propheten trug
Gleich nebenan befindet sich die Hagia Sophia (Kirche zur göttlichen Weisheit). Sei zählt zu den größten Kirchenbauten der Welt. Kaiser Konstantin der Große gab ihren Bau im 4. Jh. in Auftrag und wurde im Jahre 537 n. Chr. von Kaiser Justinian eingeweiht. Sie gilt als der schönste Sakralbau der frühen Christenheit und ist eine der bedeutendsten Schöpfungen der byzantinischen Kunst. Besonders imposant ist die Kuppel über dem Hauptschiff mit 40 verglasten Fenster mit einer Scheitelhöhe von 55 m.

Nach der Eroberung Istanbuls durch Faith Sultan Mehmet im Jahre 1453 wurde sie zur Moschee umgebaut und erhielt 4 Minarette. Seit 1934 ist die Hagia Sophia ein Museum.
Ebenfalls in nächster Nachbarschaft  zu den beiden großen Moscheen liegt der Topkapi-Palast, von wo aus man einen herrlichen Blick über das Marmarameer und dem goldenen Horn hat. An dieser Stelle befand sich einst der kaiserliche Palast Konstantins, der aber mit dem Zusammenbruch des Reiches zerfiel. Nach der türkischen Eroberung wählte Mehmet II. zuerst das heutige Universitätsgelände als Standort für seinen Palast, bevor er sich entschied, den Topkapi-(Kanonentor)-Palast wiederaufbauen zu lassen. Man betritt den Palast durch das mittlere Tor. Das Tor wird von zwei achteckigen türmen flankiert, in denen früher die zum Tode Verurteilten gefangengehalten wurden. Allein der Sultan durfte das Tor zu Pferde passieren, alle anderen mussten es zu Fuße durchschreiten.
Nebengebäude (die Schatzkammern) des Palastes
Blick vom Topkapipalast aus auf das Goldene Horn, den asiatischen Teil Istanbuls und die Ausfahrt ins Marmarameer 
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