Neretvatal   -  Narona  -  Mostar

 

 
Nach  einem köstlichen und reichhaltigen Frühstück vom sehr umfangreichen Buffet führt uns unser heutiger Ausflug zunächst an der Makarska Riviera entlang in südliche Richtung zum Neretvadelta. Hier bildet der Fluss Neretva kurz vor seiner Mündung bei Ploce ein großes fruchtbares Delta. Es ist dies ein Gebiet der Traumlandschaften, wo sich Fluss und Meer, Niederung, Karst und Seen einander ablösend durchdringen. Es herrscht ein mildes Mittelmeerklima: Die Jahresdurchschnitts-
temperatur liegt über 15 Grad Celsius und mit ueber 2700 Stunden Sonnenschein im Jahr gehört das Neretvadelta zu den sonnigsten Gebieten an der kroatischen Küste. Lange Zeit war der untere Lauf der Neretva durch ausgedehnte Sumpflandschaften gekennzeichnet, in denen eine Vielzahl Fische und Sumpfvögel heimisch waren. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Landschaft aufgrund von Bodenverbesserungsmaßnahmen zugunsten der Landwirtschaft gewandelt.
Unser erster Halt ist auf einem Berg oberhalb des kleinen Dörfchens Vid bei Metkovic. Hier sieht man die auf antike Reste der Stadt Narona erbaute neuere Pfarrkirche, von der man einen herrlichen Blick ins Neretvatal und das Dörfchen Vid hat. 
Unter diesem Dorf liegen zum größten Teil die Überreste des antiken Narona. 
Narona entstand am Fuße und der sonnigen Hanglage eines Hügels. Früher reichte das Mittelmeer bis in dieses Tal hinein und war daher gut mit Schiffen zu erreichen und wurde unter der Herrschaft von Griechen und Römern eine bedeutende Handelsstadt.. 
Spuren der ersten Stadtmauern sind die runden Türme auf der Bergspitze, die aus dem 4.-3. Jh. v. Christi stammen.

 

 

 

 

Weiter geht die Fahrt durch das Anbaugebiet des berühmten Silavca-Weines Richtung Mostar. Bevor wir in die Stadt kommen, führt uns Herr Teiser zur größten Karstquelle Europas, wo wir in einem kleinen, urigen  Restaurant direkt am Fluss gebackene Forellen (frisch gefangen)  serviert bekommen.
Diese Kulisse war traumhaft schön und alle Teilnehmer genossen sichtlich diese schmackhafte Mahlzeit in freier Natur.
Zu Fuß erreichten wir das nahe gelegene Derwisch-Kloster. Zur Besichtigung wurden die Damen mit weißen Kopftücher verziert aus Rücksicht auf die Religion der Klosterbewohner.
In einem mit Teppichen verzierten Raum konnte man zwei Sarkopharge bewundern.

Nach der Besichtigung bekamen wir original türkischen Kaffee serviert, dessen Trinkweise uns Her Teiser genau erklärte und konnten erfahren, dass -richtig vorbereitet- dieser Kaffee auch uns sehr gut mundete.

 

 

 








Auf diese Weise gut gestärkt setzten wir unsere Fahrt mit dem Besuch der Stadt Mostar, der Stadt, die uns den Fernsehberichten während des Krieges in Ex-Jugoslawien gut bekannt ist, fort. 
Als erstes besichtigten wir ein altes türkische Haus.
Mostar war in den Jahren 1522-1878 Hauptstadt der türkischen Provinz Herzegowina. So besteht beispielsweise das südliche Stadtviertel Kujundziluk fast komplett aus türkischen Häusern des 16.Jhdts. Noch heute ist der islamische Charakter der Stadt an beiden Ufern der Neretva zu spüren.
Durch einen breiten Torbogen geht es in einen Innenhof. Von diesem aus sind alle Gebäudeteile zugänglich. Unten Stallungen und Vorratsräume. Die Wohnräume sind über eine Treppe und eine Galerie im ersten Stock zu erreichen. Diese Galerie zieht sich um den gesamten Innenhof. Einige der Räume sind im Originalzustand hergerichtet. Sicher eine reiche Familie war das, der dieses Haus gehört hat.
Unser Weg führt uns durch die Altstadt auf der östlichen Seite der durch den Fluss Neretva geteilten Stadt. Überall sind noch die Spuren des schlimmen Krieges zu sehen.

 

Unser Ziel ist die bekannte historische Brücke, die den östlichen Teil mit dem westlichen Teil der Stadt verbindet. Sie war während des Krieges durch Bomben zerstört worden und inzwischen wieder nach altem Vorbild aufgebaut wurde. Die feierliche Wiedereröffnung fand am 23.07.2004 statt.

 

 

 

 

 

 

Am frühen Abend kehrten wir nach Tucepi zurück und ließen den Tag mit gutem Essen und geselligem Beisammensein irgendwo an der Uferpromenade ausklingen.
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